Noch wussten wir nicht, welches Gastronomiekonzept sich hierzulande hinter dem Begriff 'Bar' verbirgt. Doch es dauerte nicht lang. Es gab gutes Grillfleisch und kühles Bier ausschließlich serviert von überfreundlichen und knapp bekleideten Thai-Mädchen. Nebenbei erfuhren wir dann, dass die Damen auch noch allerlei weitere Dienstleistungen anbieten würden. Quasi alles, was Mann so braucht...
Im Hotel angekommen, wurde erst einmal der Blick auf's Meer genossen, bevor's dann hinunter zum Hausstrand ging.
Am Tag vor der großen Sause war der Haad Rin Beach schon zu einer riesigen Partymeile umfunktioniert mit Bühnen, Imbiss- und Getränkeständen.
Wer es nicht mehr bis nach Haus schaffte, blieb einfach im Sand liegen.
Am ersten Tag des neuen Jahres mussten wir auch erst einmal ausnüchtern. Bis auf einen Thai-Boxkampf am Abend stand deshalb auch nichts weiter auf dem Programm. Dieser überraschte dann aber mit seiner Vielfältigkeit.
So boxten in den Runden vor dem Hauptkampf zunächst 5-jährige Knirpse gegeneinander, danach ein gewitzter Senior gegen ein Halbstarken, ein Pummelchen gegen einen drahtigen Kämpfer und schließlich im Hauptkampf gleichwertige Athleten, die offenbar in einer höheren Liga kämpften. Die Heftigkeit der Tritte und Hiebe nahm somit weiter zu und so kam es wie es kommen musste: Rumms! Ein Mann ging auf die Bretter! K.O.! Eben ein Vollkontakt-Volkssport. Daniel und ich konnten das Spektakel aus der ersten Reihe hautnah mitverfolgen. Adrenalin pur!
Bloß gut, dass die Reisetablette wirkte und es mir nicht so erging wie einer Mittaucherin, die, kurz vor der Ankunft und bereits in voller Montur, über die Reling gebeugt sich noch einmal alles durch den Kopf gehen ließ.
Dabei war eine zusätzliche Fütterung gar nicht nötig, es wimmelte nur so von Fischen!
Darunter Zackenbarsche, Drücker-, Wimpel- Falter-, Rundkopf-Fledermaus- und Java-Kaninchenfische. Und obwohl dieser Tauchspot wohl auch für das gelegentliche Aufkreuzen von Walhaien bekannt ist, hatten wir damit diesmal leider kein Glück.
Am nächsten Tag ging es schon wieder zum Flughafen und dann weiter nach Bangkok - der Stadt, die niemals schläft.
Allein schon der Blick von unserem Hoteldach mit Pool beindruckte.
Am nächsten Tag stand das Touriprogramm an. Also auf in den Skytrain und ab zum Flussufer.
Der Chao Phraya als zentrale Verkehrsader verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und man kommt darauf erstaunlich schnell voran.
Unser erster Stop war der über 350 Jahre alte Wat Arun Tempel (Temple of the dawn), der sich in einer sehr schön angelegten Gartenanlage direkt am Fluss befindet.
Die Treppen hinauf sind sehr steil, belohnen aber mit einer tollen Aussicht auf die Skyline.
Der Große Palast ist die ehemalige Residenz der Könige von Siam, gleich daneben der Wat Phra Keo Tempel (Temple of the Emerald Buddha).
Als heiligster aller Buddhatempel wird er gleichzeitig als Hort des thailändischen Volkes gesehen. In einer Kapelle auf dem Gelände befindet sich auch eine 66 cm große Buddhastatue, die aus einem einzigen Jadestein gemeißelt ist. Leider konnten wir diese nicht mehr selbst sehen, da die Kapelle aufgrund gesonderter Öffnungszeiten schon geschlossen war.
Der Wat Pho Tempel ist bekannt für die riesige, vergoldete Statue eines liegenden Buddha (46 Meter lang und 15 Meter hoch). Wenn man davor steht, wirkt er durch die beengten Platzverhältnisse in der Halle noch viel größer. Auf dem Gelände befindet sich außerdem noch ein Medizinpavillon, wo die hohe Kunst und Tradition der Thaimassage gelehrt und auch praktiziert wird. Davon, dass diese wirklich Entspannung vom Feinsten bietet, konnte ich mich selbst überzeugen.
Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, denn wir wollten zu den traditionellen, schwimmenden Märkten (Floating Markets) von Damnoen Saduak. Mit dem Kleinbus knapp zwei Autostunden von Bangkok entfernt.
An einer Einstiegsstelle hieß es dann umsteigen in eines der traditionellen Long-Tail-Boote. Mit einem Affenzahn preschten wir durch die engen Wasserstraßen, auf denen um diese Zeit noch nicht viel los war.
Das änderte sich aber schlagartig, als wir wenige Minuten später den Marktplatz erreichten. Jetzt hieß es umsteigen in ein Paddelboot und sich gemütlich an den zahlreichen Souvenir- und Essensständen entlangfahren lassen. Einige Händler verkauften auch gleich direkt vom Boot. Es gab hauptsächlich Handarbeiten, Kleidung, Souvenirs, Snacks sowie Obst und Gemüse in allen Farben und Formen. Zwischendrin Touristen, Schlangendomteure und bezaubernde Verkäuferinnen - kurz um ein buntes Treiben.
Am nächsten Morgen hieß es schon wieder Abschied nehmen und auf zum Flieger über Kuala Lumpur zurück nach Bangalore.











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